Tauchausbildung nach PADI-Standarts

auf dieser Seite möchten wir Ihnen / Euch einen kurzen, informativen Überblick geben,
wie die Tauchausbildung nach PADI (Professional Association of Diving Instructors) aufgebaut ist,
in welchem Zusammenhang die einzelnen Kurse untereinander stehen
und welche Kurse sinnvoll bzw. wichtig sind.

Kursspezifische Infos gibt es dann bei den einzelnen, von uns angebotenen Kursen direkt.

Jedes Abenteuer beginnt immer mit dem ersten kleinen Schritt

Bereits für Kinder gibt es da kleine Kurse, zur Schrittweisen Wassergewöhnung:

„Bubblemaker“ (ab 8 Jahren)
ist eine Art Schnorcheln mit Tauchgerät, max. Tiefe: die Person muß
auf dem Beckenboden stehen können mit Kopf aus dem Wasser.

„Seal Team“ (ab 8 Jahren)
beinhaltet versch. „Tauchabenteuer“ mit Tauchgerät im Schwimmbecken;
max. Tiefe 2m, bei denen die Kinder diverse Aufgaben und Spiele
unter ständiger Kontrolle durch Tauchlehrer meistern.
In Urlaubsregionen am Meer idealer Zeitvertreib, eine Art Kinderclub.
Und erste, prägende Taucherfahrungen im sicheren Millieu!

Der erste Schritt für die großen & kleinen:
PADI’s „Discover Scuba Diving“ = DSD (=Schnuppertauchen)
Mindestalter 10 Jahre.
Bei einer Einweisung in das Presslufttauchgerät werden die wichtigsten Punkte 
mit dem Umgang damit unter- wie über Wasser erklärt.
Die wichtigsten Regeln bezüglich Verhalten im Wasser sowie einige sicherheitsrelevante Aspekte
folgen direkt im Anschluß, bevor dann der erste Tauchgang (=TG) stattfinden kann.
Danach wird man sich entscheiden: Mag man tauchen oder nicht.

Weiter geht es mit dem „Scuba Diver“ = SD:
Mindestalter 10 Jahre.
Dieser (m.E. weniger sinnvolle) Tauchkurs ist ein Zwischenschritt nach DSD und vor dem OWD.
Nur ca. halb so viele Theorie-, Pool- und Freiwasserlektionen ergeben ein Tauchlevel,
welches ohne einen Tauchlehrer absolut unbrauchbar ist, da strenge Reglementierungen einzuhalten sind.
Die maximal Tauchtiefenstufe beim SD sind 12m unter ständiger Kontrolle des Instructors (= Tauchlehrer).

Jetzt kommen wir zum ersten wichtigen Tauchkurs, dem „Open Water Diver“ = OWD:
Mindestalter 10 Jahre.
Was für den Autofahrer der Führerschein, ist für den Taucher der OWD.
Über ein ausführliches Selbststudium von 5 Theorielektionen wird das wichtigste Tauchwissen
aller Aspekte erlernt (z.B. Tauchtechnik, Handling, Kommunikation, Sicherheit,...).
In 5 (DSD ist die erste Lektion) Pooleinheiten (Kursteil z.B. im Schwimmbad)
werden verschiedene Übungen Unterwasser und an der Oberfläche erlernt,
die zum sicheren Tauchen im Freiwasser benötigt werden. 
Bei den 4 Freiwassertauchgängen (Tauchgänge im Baggersee, Stausee,...)
werden die erlernten Fähigkeiten von den Poollektionen nun unter realen Tauchbedingungen angewendet.
Nach Kursabschluß empfohlene Tauchtiefe: JuniorOWD (10-15J): 12m; OWD: 18m

Bereits nach dem OWD können verschiedene Spezialkurse 
(Tauchkurse für ein bestimmtes Gebiet, Technik, Gasgemisch, o.ä.) absolviert werden,
dazu gehören: (Mindestalter kann variieren!)
Bergsee, ScooterStrömungstaucherTrockentaucherNitrox
AusrüstungsspezialistMultilevel,Nachttaucher
Tarierung in PerfektionUnterwassernavigator sowie einige weniger sinnvolle Kurse.
Der erste Tauchgang zu irgend einem Spezialgebiet ist immer auch als Adventure Tauchgang gedacht,
z.B. für erlangen der AOWD-Stufe.

Sollte man z.B. nach dem Tauchkurs im Urlaub längere Zeit nicht mehr getaucht haben
(keine Zeit, Tauchbuddy hat aufgehört, Kinderpause o.ä) und möchte nun wieder einsteigen,
sollte man sich eine Auffrischung gönnen, denn gerade die Tauchtheorie
und die wichtigsten Tauchfertigkeiten verlernt man bei Pausen am schnellsten.
Dazu bietet PADI den „Scuba Review“ Kurs an: 
Mindestalter 10 Jahre.
Es wird die gesamte Tauchtheorie des OWD (Abschlußprüfung) durchgearbeitet;
offene Fragen besprochen und dazu noch die Tauchpraxis mit einer Wiederholung
aller einmal gelernten Tauchfertigkeiten im Pool aufgefrischt.

Die nächste Treppenstufe der Taucherlaufbahn ist dann der „Adventure Diver“= AD:
Wieder ein Zwischenkurs (OWD – AD – AOWD), welcher im nächsten Kurs kurz erklärt wird.

Der am meisten von Tauchbasen verlangte Kurs ist der „Advanced Open Water Diver“, kurz AOWD:
Mindestalter hier: 12 Jahre 
Hier geht es darum, unter Begleitung eines Instructors in interessante Bereiche des Tauchens
vorzudringen, wie z.B. Tieftauchen (18m – max.30m), Umgang mit dem Kompaß UW,
was macht die Unterwasserwelt bei Nacht und weitere interessante Bereiche.
Zu jedem Teilbereich gibt es wieder Tauchtheorie (Selbststudium) und Tauchpraxis = Freiwassertauchgänge.
Der AD beinhaltet lediglich 3 Abenteuertauchgänge nach Wahl,
beim AOWD gibt es zusätzlich noch 2 Pflichtbereiche: Tieftauchen & Navigation
(wie finde ich mich unter Wasser zurecht).
Jeder für diesen Kurs durchgeführte TG ist quasi der erste TG eines Spezialkurses.
Empfohlene Tiefe nach Kursabschluß: JuniorAOWD (10-15J): 21m; AOWD: 30m
(40m maximale Sporttauchertiefengrenze mit Erfahrungen im Tieftauchen)

Jetzt stehen dem Taucher fast alle Türen für seine taucherische Zukunft offen..
Mit dem AOWD-Brevet kann man nun auch extremere Tauchgebiete in Spezialkursen angehen, wie z.B.:
Eistauchen (unter geschlossener Eisdecke), Grottentauchen, Suchen & Bergungstaucher, 
Halbgeschlossene Kreislaufgeräte (da wird das ausgeatmete CO² durch Kalk herausgefiltert
und durch neues O² ersetzt; daraus ergeben sich deutlich längere Tauchzeiten als mit Pressluft).

Auch sehr wichtig finde ich den danach angebotenen Tauchkurs:
PADI’s „Rescue Diver“, kurz RD (= Rettungstaucher):
Mindestalter 12 Jahre
Es wird zum einen das Kapitel Selbstrettung erlernt,
wie auch der Umgang mit anderen verunfallten Tauchern. 
Auch hier gibt es wieder Theorie zum Selbsterlernen, Poollektionen und Freiwasserübungen.
Als Wasserprüfung gibt es dann ein paar Simulationen, die während „normaler“ Tauchgänge plötzlich auftreten...
Gerade dieser umfangreiche Kurs ist DAS Standbein für sichere Tauchgänge.

Für die Taucher, die spätestens jetzt ein halber Fisch geworden sind,
aber im Bereich des Hobbytauchens bleiben möchten, ist der Master Scuba Diver 
eine Art Ehrentitel für weitreichende Taucherfahrung in Spezialgebieten.
Durch Absolvieren von min. 5 Spezialkursen ( z.B. Eistauchen, Nacht, Navigation,
Tief, Nitrox, Trockentauchen oder PPB) und der Weiterbildung zum Rescue Diver 
kann man den Status des „Master Scuba Diver“ = MSD erlangen.
Diese Möglichkeit gibt es als JuniorMSD & MSD.

Natürlich können auch so alle möglichen Spezialkurse absolviert werden...

Für den Hobbytaucher stehen jetzt Jahre voller Taucherfahrung an:
Großfische, Wracks und Begegnungen der besonderen Art.
Und vielleicht auch den einen oder anderen Mermaids.....
Die gibt's als Nixe übrigens auch in Süßgewässern...

Möchte man in den Bereich der Professionals weiterziehen,
bietet als erstes der „Divemaster“ = DM den ersten Schitt in eine Zukunft der Lehrenden.
Kann ab dem Rescue stattfinden, idealerweise aber nach dem MSD.
Mindestalter: 18 Jahre
Im DM-Kurs lernt der PADI-Taucher umfangreiche Tauchtheorie aus versch. Bereichen;
Dekompressionstheorie, Tauchsicherheit und Umgang mit PADI’s Standarts
(eine Art Gesetzbuch) sind nur einige wenige Punkte. 
Desweiteren stehen Gruppenführung, Problemerkennung & Behebung
sowie Assistieren bei der Tauchausbildung auf dem Programm.
Divemaster finden weltweite Möglichkeiten zum günstigen Tauchurlaub durch Mitarbeit;
meist werden Unterkunft & Verpflegung gestellt, außerdem sind die Tauchgänge für den DM kostenlos.
Man kann so in 6 Monaten Arbeit auf Tauchbasen neben den vielen Arbeitsmöglichkeiten
eine ganze Menge Tauchgangserfahrung sammeln.

Weitere Aufstiegsschritte sind:

„Emergency First Response Instructor“ EFRI (=Erste Hilfe Ausbilder),
in Deutschland aber aufgrund vorherrschender DRK, Malteser & Co. nicht wirklich geduldet.

“Open Water Scuba Instructor” OWSI (=erste Tauchlehrerstufe,
darf vom Bubblemaker bis zum Divemaster ausbilden; ohne Spezialkurse)

“Specialty Instructor” (=OWSI mit Erlaubnis, bestimmte Spezialkurse auszubilden)

„Master Scuba Diver Trainer“ MSDT (=OWSI, der min. 5 Spezialkurse unterrichten darf
und somit auch MSD brevetieren darf, sowie einer Mindestanzahl von Brevetierungen)

„Instructor Development Course Staff Instructor”, kurz IDC-StaffI 
(=eine Art Divemaster des Course Instructors; IDC-Staffis begleiten
die Tauchlehrerkandidaten durch den IDC = Tauchlehrerkurs)

„Master Instructor“ MI (=Instructor mit sehr hoher Taucherfahrung
und sehr vielen ausgebildeten Tauchschülern aus verschiedenen Bereichen)

„Course Director“ CD (=nur ER hat die Erfahrung und Genehmigung,
um Tauchlehrer zu formen und ausbilden zu können. Ihn unterstützen die IDC-StaffIs)

Als Course Director kann man die Möglichkeit bekommen, 
für PADI als Examiner um die Welt zu reisen (das ist die Person, die OWSI-Prüfungen abnehmen darf.

 

Wir bilden aus bis zum Divemaster & viele Spezialkurse!